Kirche

Der ursprüngliche Bau wurde 1218 vom Grafen Hugo von Montfort für die bis 1610 bestandene Kommende des Johanniterordens gegründet. Nach dem Verkauf an das Kloster Weingarten erfolgten 1660 Umbauten unter dem Prior und bekannten Historiker Pater Gabriel Bucelin. Die Kirche wurde 1695 an die Benediktiner von Ottobeuren übergeben.

Nach der Säkularisierung 1802/03 wurde sie von 1806 bis 1809 zum Salzmagazin degradiert und diente von 1809 bis 1969 als Gymnasialkirche. Der Turm erhielt bei Renovierungen 1879/84 seine heutige Form. Am Dachgiebel befindet sich eine Ritterfigur, „Bläsi“ genannt, die seit 1510 mit Hammerschlägen auf eine Glocke die Uhrzeit angibt. Ein Fresko von Florus Scheel an der Giebelfassade aus dem Jahre 1927 stellt die Predigt des Hl. Johannes des Täufers dar.

Von 1982 bis 1989 fanden im Inneren der Kirche archäologische Grabungen und Bauuntersuchungen seitens des Bundesdenkmalamtes statt.

Dass die Johanniterkirche heute einer der aufsehenerregendsten und spannendsten Kunsträume der Region ist, geht auf die Initiative von Eva Jakob zurück, die ihre Vision vom Kunstraum Johanniterkirche über Jahre hinweg stetig und konsequent verfolgte. Seit Oktober 2011 ist ein neues Team mit der Planung und Umsetzung der Ausstellungen betraut.